Den folgenden Reisebericht unserer Tauchreise nach Cebu und Negros
(Visayas, Philippinen) habe ich nach unserer Reise als kurze Zusammenfassung unserer
Stationen erstellt. Die Fotos* sind mit einer Canon IXUS II Digicam mit
Unterwassergehäuse aufgenommen worden.
Leider war die Linse des Gehäuses bei einigen Tauchgängen
zeitweise stark beschlagen, so daß die Tauchfotos zum Teil qualitativ
stellenweise stark gelitten haben und ihr Inhalt nur nachträglich sehr
grobkörnig herausgearbeitet werden konnte.
Fragen, Anregungen sowie Spenden zur Anschaffung eines Dia-Magazinscanners ;-)
bitte an
rainer@asiatravels.de.
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Fotogalerie 1:
Moalboal/Panagsama Beach, Cebu
Fotogalerie 2:
Tauchen in Moalboal, Cebu
Fotogalerie 3:
Tour zu den Kawasan Waterfalls, Cebu
Fotogalerie 4:
Dumaguete/Dauin, Negros
Fotogalerie 5:
Tauchen Apo Island, Negros
Fotogalerie 6:
Tauchen in Dauin, Negros
Tauchboot vor Panagsama Beach
Unsere Spontanreise auf die Philippinen war ein sehr untypischer Urlaub für unsere Verhältnisse.
Im Gegensatz zum Großteil unserer bisherigen Reisen sind wir diesmal nicht "getravelt",
sondern hatten mit
Marcosas Cottages
in Panagsama Beach auf der Insel Cebu bereits eine vorgebuchte, für unseren sonstigen Asien-Standard extrem
luxuriöse Unterkunft (Kühlschrank, Safe, Pool usw.). Panagsama Beach selbst ist eine
wenige Kilometer vom Örtchen Moalboal entfernte Touristen-/Taucher-Enklave, in der man leider vom
landestypischen Leben nahezu nichts mitbekommt. Der im Namen beinhaltete Strand existiert seit einem
Taifun in den Neunziger Jahren nicht mehr, die enge Bebauung der Bars, Restaurants und Tauchschulen reicht
direkt bis ans Meer heran.
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Das Tauchen in Moalboal mit
Blue Abyss
ist dafür sehr angenehm und entspannend, neben dem direkt vor dem Resort liegenden
fantastischen Hausriff sind alle Tauchplätze nur 5-15 Bootsminuten entfernt.
Die hiesigen Tauchgründe sind sich äußerlich recht ähnlich (Riffwände
mit tollem Korallenbewuchs) und man kommt auch locker mal auf über 40 Meter hinunter.
Es gibt viele Schildkröten, ab und zu einen Oktopus und in tiefen Bereichen (Pescador Island)
auch mal einen Hai zu sehen, aber insgesamt geht es hier im "Makro-Paradies" mehr
um die kleinen und winzigen Dinge. Man muss sich wirklich Zeit lassen und in Korallen,
Federsternen oder Anemonen nach Mini-Attraktionen suchen (manche Taucher haben eine Lupe dabei!). :)
Ein im wahrsten Sinne des Wortes "kleiner" Traum hat sich auch erfüllt: wir haben es bei
meinem einhundertzwanzigsten Tauchgang endlich geschafft, einen Harlekin-Geisterfetzenfisch zu sehen -
ein nur wenige Zentimeter großes, bizarr anmutendes Tier, das eng mit den
Seepferdchen verwandt ist. Und als Krönung dieses Tauchgangs haben wir nicht nur gleich vier Exemplare davon,
sondern auch noch zwei (ebenfalls eng verwandte)
Seegras-Geisterpfeifenfische! Ein weiteres Highlight unserer Tauchgänge in Moalboal war das
nur wenige Millimeter(!) kleine
Pygmy Seahorse, das gerade in einer Fächergorgonie neben einem am Meeresgrund liegenden Sportflugzeug
entdeckt worden war. Auch wenn wir den während unserer Aufenthaltszeit in Moalboal gesichteten Walhai nicht
getroffen haben, hat uns das Tauchen hier viele schöne Erlebnisse beschert.
[Video: Weichkorallen in Moalboal (AVI 10,0 MB)]
[Video: Clownfische in Anemone (AVI 10,2 MB)]
[Video: "Electricity Shell" am Hausriff (AVI 3,59 MB)]
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Beim Aufstieg zu den Kawasan Waterfalls
Nach einer unerfreulichen längeren Krankheitsphase haben wir uns ein Moped geliehen, um mit einer Tour zu den
Kawasan Waterfalls der "Isolierung" von Panagsama Beach zu entfliehen und etwas vom Land zu sehen.
Auf guten Asphaltstraßen sind wir durch diverse Dörfer
Die erste Stufe der Wasserfälle
Richtung Norden gefahren und haben festgestellt,
daß das, was wir hier von den Philippinen zu sehen bekamen, eher "Asien light" ist. Im Vergleich zu
anderen asiatischen Ländern unser vorherigen Reisen ist vieles sehr westlich orientiert, die meisten Menschen
sprechen englisch und selbst das Lesen von Schildern bereitet keine Probleme, da keine andersartigen Schriftzeichen
verwendet werden.
Auch an den Kawasan Waterfalls ist leider alles schon sehr touristisch und darauf ausgelegt, einem mit seltsamen Methoden das Geld aus der Tasche zu ziehen (Parkgebühren für's Moped, "Table fees" = Benutzungsgebühr für Sitzgelegenheiten usw.). Auch die schöne Natur der mehrstufigen Wasserfälle war schon so stark mit Touristen-Restaurants zugebaut, dass sich der anstrengende Aufstieg bis zur höchsten Stufe in der extrem schwülen Hitze nur begrenzt gelohnt hat.
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Gegen Ende unserer Reise haben wir uns dann von Moalboal verabschiedet und sind per Minibus und Fähre auf
die Insel Negros Oriental übergesetzt, da uns die dortigen Tauchgründen sehr empfohlen worden waren.
Durch die Stadt Dumaguete ging es nach Dauin, um dort mit der in einem Resort ansässigen Tauchbasis
Dive Society
zu tauchen.
[Video: Autofahrt durch Dumaguete (AVI 9,41 MB)]
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Von diesem Standort aus gibt es zwei extrem unterschiedliche Tauchgebiete zu ergründen.
Das eine gute Bootsstunde entfernt liegende Apo Island bietet fantastisch mit vielfältigsten Korallen
bewachsene Riffwände - hier gibt es mit große Schulen von Rifffischen, Schildkröten, Nacktschnecken
und selten auch Fuchshaie zu sehen (dazu benötigt man aber eine gehörige Portion Glück,
das uns nicht vergönnt war).
Besondere Highlights unserer zwei Tauchgänge bei Apo Island waren eine blau-gelbe
Geistermuräne, ein farbenpächtiger Clown-Anglerfisch und Tanja's Lieblings-Nacktschnecke
Jorunna Funebris. Da wir nur zwei Tauchgänge bei Apo Island hatten, haben wir aber nur ein kleinen Teil
der Attraktionen dieses Tauchgebietes gesehen...
[Video: Rifffische bei Apo Island (AVI 6,18 MB)]
(Probleme beim Abspielen?
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[Video: Riffdach bei Apo Island (AVI 9,28 MB)]
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"The Pier" bei Dauin
Ganz anders dagegen sind die Tauchgründe bei Dauin, direkt vor der Insel Negros, die uns unvergessliche
Tauchgänge beschert haben. Es gibt kaum natürliche Riffe, dafür aber Seegraswiesen, Sandflächen,
Herzkorallenwiesen und künstliche Riffe aus Autoreifen und -wracks mit Unmengen unterschiedlicher Tiere.
Im Gegensatz zu Moalboal ist hier die Strömung teilweise recht stark, aber man wird mit tollsten
Sichtungen am laufenden Band belohnt.
Neben allen Arten von Anglerfischen (Frogfishes) gibt es Schaukelfische, Seepferdchen, Mandarinfische,
Drachenköpfe, Fangschreckenkrebse, Pfauenaugen-Zwergfeuerfische, prächtige Nacktschnecken,
kleine Rochen und vielfältigste Arten von bizarrstem Getier, das wir
Pfauenaugen-Zwergfeuerfisch beim Nachttauchgang
teilweise noch nie zuvor gesehen hatten.
Insbesondere am Tauchplatz "The Pier", einem noch in Betrieb befindlichen Industriepier mit meterhohen,
reich bewachsenen Anlegesteg-Pfeilern, kamen wir gar nicht mehr nach, alles zu entdecken, was dort unten herumkreuchte
und -fleuchte:
Igelfische, prächtige
schwarze Rotfeuerfische, balzende
Teufelsfische (Demon Stinger), ein Finger-Leierfisch, eine Scholle, ein freischwimmender Giant Frogfish und und und...
Ähnlich beeindruckend war der Tauchplatz "Mainit Sanctuary" an dem wir uns wegen der heftigen Strömung
mit Metallhaken im Sand verankert haben, um eine Viertelstunde inmitten riesiger
Barrakuda-Schulen mit insgesamt ca. 500 Tieren zu verweilen.
[Video: Barrakuda-Schule bei "Mainit Sanctuary" (AVI 2,39 MB)]
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Alles in allem hatten wir auf Cebu und Negros ein ruhigen und entspannten Urlaub mit tollen Tauchgängen, die unbedingt Lust auf mehr gemacht haben. Die Philippinen als Reiseland für abenteuerliche Backpacker-Touren hingegen haben uns nach dem wenigen, was wir bisher davon gesehen haben, eher nicht angesprochen...
*Fotos © 2006-2007 Rainer Kuhn, Tanja Kuhn. Alle Rechte vorbehalten.